Project Pitchfork Tour 2005


Dresden/ Alter Schlachthof

Project PitchforkPünktlich nach Veröffentlichung des neuen Albums Kaskade sind die Pitchis - wie sie liebevoll von den Fans genannt werden, auf Tour und in ihren Taschen steckt jede Menge Energie.

Voran gingen den Hamburgern gleich zwei Vorbands, um den sehnsüchtig wartenden Besuchern die Zeit zu versüssen. Zu Beginn spielte Milu - wo musikalischen Weiten irgendwo zwischen poppigen und verträumten Spielereien schwebt. Schon in der Vergangenheit stellte Sie Ihr Können unter Beweis, in den Projekten mit Schiller, Heppner oder aber auch Ihrer Vorband Mila Mar. Vom Verträumten Klanggeplätscher ging es nach einer kurzen Pause mit Altera FormaAltera Forma weiter, was uns zugleich einen Einblick in die Musikwelt Russland`s gab. Elektronische, tanzbare  Synthesizermusik mit verzerrter Stimme liess so manches Bein wackeln. Leider brachte auch diese Formation nur eine Interpretation ihrer Werke, ohne kleinere Bühnenshow, was dazu führte, dass man nach kurzer Zeit des Zuschauens gelangweilt war. Zum Schluss spielten sie eine Version des Songs "Antidote", der sogleich für Stimmung sorgte und zeigte, dass durchaus Potential in Ihnen steckt.

Dieses Mal dauerte die Pause länger und der Schlachthof war seit einiger Zeit bis in die letzte Reihe gefüllt. Viele kamen von weit her, um in "Pitchfork-City" richtig abzurocken. Selbst ich nehme jedes Mal den weiten weg auf mich, weil in keiner Stadt so die Post abgeht wie in Dresden? Schon beim ersten Ton tobte förmlich die Masse. Dieses Jahr verzichtete Pitchfork auf eine Aufwendige Videoshow mit mehreren Leinwänden sondern spielte mit Lichteffekten, was sehr reizvoll wirkte. Somit stand die Band ganz im Mittelpunkt, was man sofort spürte. Project PirchforkDie in den letzten Jahr aufgefallene Distanz zwischen Scheubi und Peter war gänzlich verschwunden und so trieben die beiden wie eh und je ihre lustigen Spielereien, dass dem Publikum nicht verborgen blieb. Die neuen Songs vom Album "Kaskade" kamen unerwartet gut an und klangen Live gespielt voluminöser/ kräftiger. Es kamen Kracher wie "Fire&Ice" bis "Existence", Schaffenswerke aus ältern Alben, was den Schweiss, durch das andauernde mitsingen und tanzen, aus jeden trieb. Ab und an gab es lustige Anmerkungen und mit drei Zugaben bedankte sich Project Pitchfork von den Fans. Während einer Zugabe holten sie Milu auf die Bühne, welche den weiblichen Part zum Song "Souls" übernahm. Mit Ihrer zarten Stimme und den Text auf den Arm gekritzelt, gewann sie schnell die Sympathie des Publikums. Vielleicht gibt es ja in geraumer Zeit eine Single, wer weiss...?!

Homepage: www.pitchfork.de / www.project-music.de (Candyland)